Studie : Strategieentwicklung von Energieversorgern 2026

Die strategischen Zielbilder der vergangenen Jahre sind gesetzt: Klimaneutralität, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit prägen weiterhin maßgeblich die strategische Ausrichtung der Energieversorger. Zugleich zeigt sich zunehmend, dass die Umsetzung dieser Ziele unter den heutigen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen herausfordernder geworden ist.

Die Horváth-Strategiestudie „Strategieentwicklung von Energieversorgern 2026“ macht diese Entwicklung klar sichtbar. Sie basiert auf den Einschätzungen von über 90 Strategie- und Topmanagement-Verantwortlichen aus der Energiebranche und zeigt: Die Energiewende wird weiterhin als Chance verstanden, zugleich ist doch der Blick auf Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Leistungsfähigkeit ist realistischer geworden.

Energiewende bleibt strategisch gesetzt – wirtschaftlicher Druck nimmt zu

Mehr als zwei Drittel der befragten Energieversorger bewerten die Energiewende weiterhin überwiegend positiv. Gleichzeitig erwartet jedoch rund die Hälfte der Energieversorger bis 2028 einen deutlichen Ergebnisrückgang. Hohe Transformations- und Infrastrukturkosten, Veränderungen im Commodity-Geschäft sowie ein zunehmend unsicherer regulatorischer Rahmen belasten die Ergebnisperspektiven. 

Damit verschiebt sich der Fokus vieler EVU: Weg von der Frage, ob transformiert werden muss, hin zur Frage, wie Transformation unter knappen finanziellen und personellen Ressourcen realistisch gestaltet werden kann. 

Zentrale Ergebnisse unserer aktuellen Studie 2026 im Überblick: 

  • Mehr als 80 % der Energieversorger planen in den nächsten zwei Jahren Effizienzprogramme, während gleichzeitig über 50 % einen Aufbau des operativen Personals von mindestens 10 % bis 2028 erwarten – ein klares Zeichen für den steigenden Druck auf Organisation und Produktivität.
  • Flexibilität, Wärme und Handel werden als die margenträchtigsten Geschäftsfelder der Zukunft eingeschätzt. Insbesondere industrielle und gewerbliche Lastverschiebung, Fernwärme sowie Intra-Day-Handel gewinnen deutlich an Bedeutung und verändern das klassische Rollenverständnis der Energieversorger.
  • Das Gasgeschäft verliert weiter an Relevanz, während der Wasserstoffhochlauf langsamer voranschreitet als politisch geplant. Rund 60 % der EVU erwarten einen Rückbau oder eine Stilllegung der Gasnetze bis 2040, während über 40 % noch keine Entscheidung zur eigenen Wasserstoffproduktion getroffen haben. 

 Erhalten Sie hier einen Teil der Ergebnisse der diesjährigen Strategiestudie für Energieversorger.

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