Studie

Strategiestudie 2017: Strategieentwicklung von Energieversorgern

Die Energiewende kann doch gemeistert werden – das zeigt das Ergebnis der von Horváth & Partners durchgeführten Strategiestudie 2017 im Bereich der Versorgungsunternehmen. Mittlerweile sehen wieder 60 Prozent der Befragten die Energiewende als Chance – im Gegensatz zu nur knapp 50 Prozent in 2015.

In den letzten beiden Jahren hat ein Großteil der Versorger einiges getan, um sich auf die veränderten Marktbedingungen einzustellen, mit dem Ergebnis, dass sich 80 Prozent von ihnen in einer guten Position sehen, erwartete Chancen und Risiken zu bewältigen und durch diese zu wachsen.

Horváth & Partners führt seit 2010 regelmäßig die größte Studie zur Strategieentwicklung für Energieversorger in Deutschland durch (Marktabdeckung stets ca. 65 Prozent). Die behandelten Themengebiete reichen von der Positionierung der Versorgungsunternehmen im Kontext der Energiewende und Erneuerbarer Energien, der Flexibilisierung der Stromversorgung, der Einbindung energienaher und Non-Commodity Dienstleistungen bis zu dem Umgang mit der Digitalisierung und Innovationen mit disruptivem Potenzial.

Der Umsorger sieht trotz neuer Herausforderungen optimistisch in die Zukunft

Die Erweiterung der Geschäftsfelder schreitet voran, über die klassischen Commodity- und Energiedienstleistungen hinaus. Der Wettbewerb wird vor allem durch bisher branchenfremde ITK-Unternehmen sowie Dienstleistungsunternehmen intensiviert. Die Energieversorger planen ihre Region z.B. mithilfe des Wärmeausbaus zu durchdringen und gleichzeitig zukünftig überregional zu agieren.

Erneuerbare Energien sind nicht mehr das Modell der Zukunft für EVU  weniger Großprojekte geplant

Aufgrund des starken Wachstums der erneuerbaren Energien in den letzten Jahren werden die Ziele der Bundesregierung erreicht. Durch zunehmende Nutzung von Photovoltaik und Speicherlösungen in Privathaushalten steigt die Eigenerzeugungsquote weiter an. Durch regulatorische Änderungen werden sich Bürgerbeteiligungsmodelle weiter im Markt etablieren – die Chancen der EVU sinken.

Flexibilisierung mit etablierten Technologien  große Unterschiede zwischen Unternehmensgruppen

Der Netzausbau ist für die Flexibilisierung unerlässlich – Sektorkopplung und dezentrale Speichertechnologien gewinnen an Relevanz. Im industriellen Lastmanagement sowie bei stromgeführten KWK-Anlagen mit Wärmespeicher werden hohe Margenpotenziale erwartet. Der Neubau von flexiblen Kraftwerken sowie die Modernisierung des bestehenden Kraftwerkparks besitzen kaum Potenziale.

Energienahe Dienstleistungen versprechen die größten Margen - auch in Zukunft bei verstärktem Wettbewerb

Besonders das Angebot von energienahen Dienstleistungen rückt immer weiter in den Fokus der Versorger. Datenmanagement und IT-Dienstleistungen besitzen enormes Wachstumspotenzial, konkrete Projekte zur Umsetzungen laufen bereits. Die Kundengruppe Wohnungswirtschaft wird noch stärker vertrieblich im Fokus stehen als bisher, Privatkunden spielen zunehmend eine Rolle.

Digitalisierung und innovative Geschäftsmodelle betreffen alle Wertschöpfungsstufen, sind jedoch noch infantil

Digitalisierung bietet eine Chance zur Optimierung der Prozessabläufe von Energieversorgern. In Big Data sehen Versorger Potenziale sowohl für das klassische Geschäft, als auch insbesondere für den DL-Bereich. Zukünftige Wachstumsfelder im Bereich Elektromobilität sehen die Versorger im Angebot von individuellen Stromtarifen sowie im Aufbau und der Vermarktung von Ladestationen.

Digitalisierung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit

Die Studie hat auch gezeigt, dass die Digitalisierung ein Kernelement für die Strategie von Versorgern und der Sicherung derer Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft darstellt.

Sehr gerne stehen wir für ein persönliches Gespräch über Ihre spezifischen Fragestellungen zu den Themen Strategie und Digitalisierung zur Verfügung.

Über die Strategiestudie 2017

Die Studienbefragung erfolgte anhand eines standardisierten Onlinefragebogens im Zeitraum von Juni bis August 2017 in Deutschland. Der Onlinefragebogen umfasste 34 Fragestellungen. 

41 Prozent der Teilnehmer sind Vorstand oder Geschäftsführer eines Versorgungsunternehmens, 38 Prozent Bereichsleiter und 22 Prozent Mitarbeiter aus der Organisations-/Unternehmensentwicklung.


Bei Interesse an den vollständigen Studienergebnissen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Frau Manuela Hirschfeld-Schulz (mhirschfeldschulz@horvath-partners.com).

Ein Auszug der Studienergebnisse steht Ihnen nachfolgend zur Verfügung.

Hier geht's zur Studie!

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