Studie

Robotic Process Automation

Durch einen frühzeitigen Einsatz von roboterbasierter Prozessautomatisierung (RPA) können Unternehmen den Grundstein legen, um zukünftig Roboter-Software und Artificial Intelligence zielgerichtet einsetzen zu können. Unter RPA, kurz Robotics, versteht man die selbstständige Ausführung wiederkehrender, regelbasierter und auf strukturierten Daten fußender Prozessschritte oder -ketten durch spezifisch programmierte Softwareroboter.

Durch den Einsatz von RPA werden Ansätze zur Modularisierung und Flexibilisierung von Prozessen und Prozessketten unterstützt und hierbei signifikant beschleunigt.

Experten von Horváth & Partners befragten über 100 Personen aus verschiedenen Industrien (Banken, Versicherungen, produzierende Industrie) und Funktionen (Finance, Vertrieb, Operations) zu dem Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) und Artificial Intelligence (AI) in ihrem Unternehmen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Über 50 Prozent der Befragten nutzen aktuell bereits Robotic Process Automation oder sind in der unmittelbaren Umsetzungsplanung. Gut die Hälfte plant einen umfassenden Einsatz in speziellen Funktionsbereichen wie z. B. Finanzen. Ein flächendeckender Einsatz im Gesamtunternehmen ist derzeit dagegen nur für eine Minderheit relevant. Die zukünftige Bedeutung von Robotics schätzen zwei Drittel der Teilnehmer als hoch bzw. sehr hoch ein.
  • Shared Service Center eignen sich aufgrund der hohen Standardisierung besonders gut für den Einsatz von RPA. Dort werden auch hohe Einsparpotenziale durch RPA gesehen, ebenso wie in den Bereichen Logistik, Kundenservice und Reporting.
  • Eine Verbesserung der Prozessqualität sowie eine Beschleunigung der durchschnittlichen Bearbeitungszeit durch die Nutzung von RPA sind für beinahe alle Teilnehmern weitere bedeutende Vorteile dieser Technologie.
  • Eine besonders hohe künftige Bedeutung für den Einsatz von Robotics sehen die Befragten für den Bereich Kundenservice. Auch in den Bereichen Accounting, Logistics und Reporting wird Robotics eine große künftige Bedeutung beigemessen. Die RPA-Potenziale in der IT sind im Vergleich dazu weniger dominant, aber dennoch bedeutend.
  • Als größte Herausforderung nennen über 70 Prozent der Befragten die geringe Standardisierung der Prozesse, an zweiter Stelle stehen für 58 Prozent mögliche Widerstände der Mitarbeiter, und dritter Stelle sehen 54 Prozent fehlendes Know-how.
  • In Bezug auf mögliche technologische Abhängigkeiten bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen halten 87 Prozent der Teilnehmer Kern-IT-Systeme (z. B. SAP) für besonders relevant

Bewertung und Fazit:
Robotic Process Automation (RPA) bietet große Potenziale, die Effizienz sowie die Qualität und die Geschwindigkeit von Prozessen zu erhöhen. Dem breitflächigen Einsatz von RPA muss die Unternehmensteuerung und das Management der Wertschöpfungskette Rechnung tragen. Die eingesetzten Roboter werden analog Menschen beispielsweise in die Arbeits- und Schichtpläne integriert, erhalten Nutzerrechte und -profile und werden gemäß ihren Fähigkeiten in den Produktionsablauf eingebunden und ausgelastet. Erst eine vollständige Integration der Ressource Roboter in die Unternehmensprozesse und das Operating- Modell hebt und sichert langfristig die RPA-Effizienzpotenziale.

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Horváth & Partners
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