Studie

„Fusionen unter Gleichen“ erfolgreich anbahnen und umsetzen

Die Bankenaufsicht der Bundesbank erwartet, dass sich der Bankensektor in Deutschland und Europa in den kommenden Jahren „gesundschrumpfen“ wird. Als Ursachen werden Überkapazitäten, neue Wettbewerber und die schlechte Ertragslage genannt (vgl. Rede des Bundesbankvorstands Dr. Dombret am 24.04.2018 im CIS).

Fusionen stellen Bankmanager vor eine Vielzahl an Herausforderungen, wie z.B. die Integration von Geschäftsmodellen, Strategien oder der Kundensegmentierung. Unsere Fusionsstudie aus dem Jahr 2017 hat allerdings gezeigt, dass Fusionen im Bankensektor erfolgreicher sind, als Fusionen in anderen Branchen. Über 90 Prozent der Bankmanager gaben an, dass sie mehr als 70 Prozent ihrer geplanten Fusionsziele erreicht haben.

Für das Fusionsbarometer 2018 wurden knapp 90 Bankmanager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Diese sind für Privat-und Geschäftsbanken, Volks-und Raiffeisenbanken, Sparkassen/Kantonalbanken und andere Institute in unterschiedlichen Führungspositionen tätig. Gewonnene Erkenntnisse aus dem Fusionsbarometer 2017 wurden hierbei tiefergehender abgefragt, wobei besonders die Phasen derFusionsanbahnung und der Integration im Mittelpunkt der Befragung standen.

Es zeigt sich, dass die Branche nach wie vor eine hohe Fusionsbereitschaft aufweist. 72 Prozent der befragten Teilnehmer stufen die Wahrscheinlichkeit einer Fusion als hoch ein, wenn sich hierdurch ein betriebswirtschaftlicher ein Mehrwert ergibt. Es zeigt sich auch, dass Entscheider, die bereits Fusionserfahrung gesammelt haben, einer weiteren Fusion gegenüber positiver eingestellt sind. Unsere Analyse hat gezeigt, dass Banken bereits fünf Jahre nach einer Fusion ihre Cost Income Ratio (CIR) um etwa drei Prozentpunkte verbessern können.

Einige Ergebnisse im Überblick:

  • Bilaterale Vorstandsgespräche und Kooperation werden bevorzugt genutzt, um eine Fusion aktiv anzubahnen
  • Um Vorbehalte in Aufsichtsgremien gegenüber einer Fusion auszuräumen, nennen 29 Prozent die offene Kommunikation von betriebswirtschaftlichen Argumenten und 21 Prozent bilaterale Gespräche mit einzelnen Organmitgliedern
  • Als wichtigste Fokusthemen in der Integrationsphase nennen über 50 Prozent der Studienteilnehmer „Geschäftsmodell und Strategie“, „Standardisierung und Automatisierung“, „Harmonisierung der IT-Architektur“ sowie „Changemanagement und Personalentwicklung“
  • Die wichtigsten Maßnahmen für eine gelungene Integration sind für 19 Prozent die Intensive Kommunikation mit allen Mitarbeitern und für 18 Prozent die aktive Beteiligung der Führungskräfte. Es zeigt sich, dass Teilnehmer mit Fusionserfahrung diese Einbindung als noch wichtiger einschätzen
  • Bei knapp 60 Prozent der Fusionen, lag die Personalreduktion bei unter 10 Prozent. Dies deckt sich nicht mit den Erwartungen der Bankmanager: Über die Hälfte erwartet, dass der Personalbestand durch eine Fusion um mindestens 10 Prozent abnehmen
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„Fusionen unter Gleichen“ erfolgreich anbahnen und umsetzen

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