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Wissen sollte man teilen.

Transferpreisstudie

Durch die inzwischen weitreichende Umsetzung des BEPS Aktionsplans der OECD in nationales Steuerrecht haben sich die Anforderungen an die Gestaltung und Dokumentation von Transferpreisen in zahlreichen Ländern erheblich verschärft. Wie nicht anders zu erwarten war, hat die Dichte der relevanten Rechtsvorschriften daher seit unserer letzten Studie 2015 deutlich zugenommen. Die aus BEPS resultierenden Auswirkungen für das Transferpreismanagement der Unternehmen sind vielschichtig. Parallel schreitet die Digitalisierung der Kernprozesse von Unternehmen sowie der unterstützenden administrativen und steuernden Bereichen unaufhaltsam voran.

In den Mittelpunkt unserer Transferpreisstudie 2018 haben wir daher neben Neuerungen bei regulatorischen Fragestellungen die Digitalisierung gestellt. Hierbei interessierte uns insbesondere, inwieweit die tiefgreifenden Veränderungen, die mit der zunehmenden Digitalisierung der Unternehmen einhergehen, auch im Kontext der Transferpreise relevant sind oder werden. Dazu wurden branchenübergreifend 130 Experten aus den Bereichen Steuern, Controlling und Rechnungswesen befragt.

Die Studienergebnisse zeigen eine Verschiebung der Verantwortung und Gestaltung von Transferpreisen vom Controlling hin zur Steuerabteilung. Die gestiegenen regulatorischen Anforderungen zeigen also Wirkung. Diese Verschiebung verstärkt mithin das Spannungsfeld zwischen steuerrechtlichen Anforderungen und Steuerungsanforderungen. Darüber hinaus zeigen die Studienergebnisse, dass die Digitalisierung von Geschäftsmodellen sowie die organisatorische Verortung der digitalen Produkte und Services in vielen Unternehmen noch am Anfang stehen. Die Gestaltung von Transferpreisen für digitale Geschäftsmodelle nimmt daher derzeit noch eine untergeordnete Rolle ein. Nichtsdestotrotz ist bereits deutlich zu erkennen, dass die Digitalisierung die Gestaltung der Transferpreise zukünftig vor zusätzliche Herausforderungen stellen wird.

Ausgewählte Ergebnisse im Überblick: 

  • Transferpreisthemen werden in steuerlichen Betriebsprüfungen immer kritischer hinterfragt. So waren die Erbringung von Dienstleistungen bei 48 Prozent der befragten Unternehmen (2015: 37 Prozent) und die Überlassung von immateriellen Wirtschaftsgütern bei 41 Prozent der befragten Unternehmen (2015: 34 Prozent) strittig
  • Nur noch 28 Prozent geben an, dass Transferpreise eine wichtige Bedeutung für die steuerliche Optimierung haben. Im Vergleich zu 2015 (64 Prozent) zeigt sich, dass Themen der steuerlichen Optimierung merklich in den Hintergrund treten. Demgegenüber lässt sich keine Veränderung an der Bedeutung von Transferpreisen für die Sicherung steuerlicher Rechtssicherheit feststellen
  • Ein Großteil der Teilnehmer gibt an, dass die bestehende IT-Struktur für ein Transferpreismanagement nur eine sehr geringe bis geringe Unterstützung bietet (zusammen ca. 75 Prozent)
  • Die Gestaltung von Transferpreise hält mit der fortschreitenden Digitalisierung bislang erst im Umfeld digitaler interner Dienstleistungen (IT Verrechnungen) Schritt

Sie haben Interesse an den vollständigen Studienergebnissen?

» Hier geht's zur Studie!

Kontakt

Prof. Dr. Ralf Eberenz
Ralf.Eberenz@horvath-partners.com