Studie

Controlling bei Logistikdienstleistern

Status quo, Herausforderungen und Trends

Die Erwartungshaltung an die Logistikbranche ist sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Heute ist für viele Privatkunden eine Zustellung von Paketen innerhalb von 24 Stunden selbstverständlich. Darüber hinaus werden die Lieferketten zunehmend komplexer und die angebotenen Dienstleistungen stellen die Logistikunternehmen vor neue Aufgaben. Ähnlich verhält es sich im Geschäftskundenbereich. Zunehmend globale Produktionen, deren stetige Beschleunigung, steigende Frachtvolumina sowie die immer engere Einbindung der Logistiker in die just-in-time-Produktion ihrer Kunden sind weitere Herausforderungen.

Für die Unternehmen bedingen die wachsenden Kundenansprüche eine höhere Komplexität und Flexibilität von Netzwerken, Systemen und Produkten sowie entsprechende Investitionen in Infrastruktur, Fahrzeuge und IT. Die industrietypischen Margen und eine kontinuierlich sinkende Zahlungsbereitschaft der Kunden tragen weiterhin dazu bei, dass Logistiker künftig mehr als bisher auf präzise Wirtschaftlichkeitsrechnungen angewiesen sind und flexibel auf Änderungen am Markt reagieren müssen. Entsprechend wird ein transparentes und effektives Controlling zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor in der Transport- und Logistikindustrie. Es stellt Informationen zur Verfügung, um den genannten Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und die Unternehmen zielgerichtet durch ein operativ sowie wirtschaftlich immer anspruchsvolleres Umfeld zu steuern.

Die Studie „Controlling bei Logistikdienstleistern“ untersucht auf Basis einer Umfrage unter 45 Entscheidern der Branche sowie Fachgesprächen mit ausgewählten Experten den Status quo des Controllings von Logistikdienstleistern. Darüber hinaus werden mit SAP S/4HANA und Predictive Analytics zwei wesentliche Themen im Rahmen der Digitalisierung der Finanzbereiche näher beleuchtet.

Einige relevante Ergebnisse im Überblick:

  • Das Controlling der Logistikdienstleister versteht sich in weiten Teilen und dem modernen Rollenbild des Controllings entsprechend als Business Partner. Es nimmt also aktiv Einfluss auf die Ausrichtung der Unternehmen.
  • Die Studienteilnehmer geben an, dass das Controlling zwar in weiten Teilen ihre Erwartungen erfüllt, jedoch insbesondere hinsichtlich des Implementierungsgrades einzelner Methoden noch nicht genutzte Potenziale bestehen. So liegen beispielsweise die Implementierungsgrade von strategischem Controlling und wertorientierter Steuerung hinter den Erwartungen zurück, obwohl diese für die langfristige Ausgestaltung der Rolle als Business Partner essenziell sind.
  • Im Bereich des operativen Controllings sind die wesentlichen Instrumente und dazugehörige Methoden breit implementiert. Allerdings sehen die Studienteilnehmer insbesondere im Bereich der Planung noch Effizienzpotenziale. Im Reporting werden Verbesserungsmöglichkeiten vor allem durch die stärkere Integration nichtfinanzieller Kennzahlen und die Ausweitung der Kommentierung gesehen.
  • In Bezug auf die Digitalisierung der Finanzbereiche unterscheiden sich die wahrgenommene künftige Relevanz und der aktuell gesehene Handlungsdruck voneinander. Die Entscheider sehen zwar die wesentliche Bedeutung von Methoden wie Predictive Analytics, weisen diesen aber, auch aufgrund der mit der Implementierung verbundenen Herausforderungen, aktuell noch nicht die oberste Priorität zu.
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