Studie

Erfolgsmodelle im Group Reporting und in der Konsolidierung

Das Spannungsfeld für die CFO-Organisation ist groß. Hohen Anforderungen an Qualität, Flexibilität und Schnelligkeit steht ein starker Kosten- und Standardisierungsdruck gegenüber. War das Group Reporting viele Jahre durch die Anforderungen des externen Rechnungswesens geprägt, rückt in der jüngeren Vergangenheit die Unterstützung der Konzernsteuerung durch das Group Reporting immer mehr in den Vordergrund.

In der Studie, die Horváth & Partners zusammen mit der Deutschen Telekom Accounting GmbH, einer 100prozentigen Tochter der Deutschen Telekom AG, durchführte, standen deshalb die Erfolgsfaktoren im Group Reporting im Fokus. Insgesamt haben 118 börsennotierte Großkonzerne sowie mittelständische Unternehmen mit ausgeprägter Konzernstruktur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Umfrage teilgenommen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Eine integrierte Sicht auf Accounting- und Controlling-Informationen auf Konzernebene wird zunehmend notwendig. So haben bereits 63 Prozent der Befragten die interne und externe Berichterstattung inhaltlich, technisch und/oder prozessual harmonisiert, 70 Prozent haben Maßnahmen gestartet, um die Integration zwischen den Konzerneinheiten und dem Gesamtkonzern zu steigern.
  • 86 Prozent der Konzerne, die die interne und externe Sicht bereits integriert haben, sind mit ihrem Group Reporting auch zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das trifft allerdings nur auf 68 Prozent der Konzerne, die die interne und externe Sicht durchgehend getrennt betrachten, zu.
  • Bedingt durch steigende Dynamik in Konzernen, z. B. aufgrund von Zu- und Verkäufen von Konzerntöchtern, ist für drei Viertel der Teilnehmer eine flexiblere Group-Reporting-Architektur sehr wichtig.
  • Die befragten Konzerne sehen im Allgemeinen noch Optimierungspotential im Zusammenspiel von Einzelabschluss, Datenerfassung, Konsolidierung und Reporting. Daher ist für 94 Prozent das Automatisieren von Schnittstellen eine Topmaßnahme zur Verbesserung des Group Reporting.
  • Sehr gute Erfolge im Hinblick auf die Effizienz und Effektivität des Group Reporting zeigt die Einführung von Expert-Centern. Mit dieser Zentralisierung und den einhergehenden inhaltlichen Standardisierungen können die konsolidierten Daten aus dem Konzernabschluss durchschnittlich fast 8 Tage früher zur Verfügung gestellt werden. Allerdings haben bisher erst 12 Prozent der Befragten ihre Konsolidierungskompetenzen in Expert-Centern gebündelt.
  • Pauschale Erfolgsmodelle lassen sich aus den Studienergebnissen nicht herleiten. Die Ausrichtung des Group Reporting wird sich enger an drei wesentlichen Einflussgrößen orientieren müssen: dem Steuerungsanspruch des Konzerns, der Homogenität und Vielfalt der im Konzern vertretenen Geschäftsmodelle sowie der Komplexität der konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen. Den größten Einfluss auf die Ausgestaltung des Group Reporting hat aber nach wie vor die spezifische Historie eines Unternehmens.
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