Das Ende des Rasenmähers
Die Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden künftig deutliche Anteile ihres Wachstums nicht mehr in ihren Heimatmärkten realisieren. Wachstumschancen bietet derzeit vor allem der asiatische Raum, wo insbesondere die chinesische Volkswirtschaft immer stärker in die Rolle des stabilen Weltwirtschaftsmotors hineinwächst – als Nachfrager, als Anbieter
und auch als Investor in Strategische Unternehmensbeteiligungen sowie in Schlüsselrohstoffe. Und immer mehr – auch mittelständische – Unternehmen sind dabei, in diesem wichtigen Wachstumsmarkt Fuß zu fassen.
Doch nicht nur die stärkere Ausrichtung auf die Märkte aufstrebender Wirtschaftsregionen bietet Wachstumschancen. Auch „vor der eigenen Haustüre“ entstehen – weitgehend unabhängig von derzeitigen Krisen in Euroländern und vom Auf und Ab der Konjunkturprognosen – neue Möglichkeiten durch Megatrends wie die Elektromobilität. Denn wie eine Studie von Horváth & Partners Haus im Frühjahr überraschend gezeigt hat, kommt die E-Mobility schneller als erwartet auf die Beine – unter anderem, weil die Käufer wohl doch stärker als bisher angenommen bereit sind, in gewissem Umfang höhere Preise für Elektroautos zu akzeptieren. Und schließlich bedingen rasche politische Veränderungen in bestimmten Branchen wie der Energiewirtschaft Entwicklungen, die zwar zunächst als Instabilitäten erlebt werden, gleichzeitig aber Chancen mit sich bringen: Der Atomausstiegsbeschluss in Deutschland beispielsweise zwingt Energieversorger zu neuen Geschäftsmodellen.
Alle diese Befunde haben unter anderem gemeinsam, dass es zur Nutzung aller entstehenden Chancen nicht zuletzt der Investition in maßgebliche Veränderungen der internen Organisation bedarf – wir nennen dies eine Strategische Reorganisation. Denn neue Märkte haben ihre eigenen Regeln, die nicht unbedingt den bisher bekannten Mustern entsprechen. Tatsächlich lässt sich aktuell beobachten, dass viele Unternehmen ihre Prozesse und Strukturen zur Eroberung der besonderen Wachstumsmärkte – ob regional oder thematisch – mutig anders ausrichten, als es die von den etablierten Märkten geprägten Konzernstandards vorgeben. Genau darauf liegt der Schwerpunkt dieser Ausgabe von „The Performance Architect“. Interviews mit Thomas Schaffer, CFO der Division Low and Medium Voltage im neu gegründeten Siemens-Sektor Infrastructure & Cities, sowie mit Dr. Dietmar Voggenreiter, President von Audi China und interessante Projektberichte unterstreichen den Schwerpunkt mit praktischen Beispielen.
Einige ausgewählte, für das Web aufbereitete Texte der aktuellen Ausgabe finden Sie hier. Sie können an dieser Stelle aber auch das komplette Heft im pdf-Format herunterladen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, die aktuelle Printausgabe zu bestellen. Abonnieren Sie auch unseren Newsletter, um über alle Neuigkeiten sofort informiert zu sein!
INHALT "THE PERFORMANCE ARCHITECT" 2/2011
TITEL
Das Ende des Rasenmähers – Wie Strategische Reorganisation das Waschstum unterstützt
Interview mit Thomas Schaffer (CFO der Division Low and Medium Voltage Siemens-Sektor Infrastructure & Cities)
"Erfolgreiche Organisationen werden mit Optimismus geführt"
FOKUS
Andere Länder andere Sitten
Interview mit Dr. Dietmar Voggenreiter (President Audi China)
"Audis Erfolgsrezepte für China"
+ Talk "Komplexität ist beherrschbar"
mit Jens Ekopf
NEWS
EINBLICK
Herausforderung China – Im Reich der Mitte ist Anpassungsfähigkeit gefragt
STUDIEN AKTUELL
Elektromobilität startet durch • Türkei-Barometer 2011 – Unternehmen mit Türkei-Investitionen zufrieden • After-Sales-Logistik – Für die Zukunft gerüstet? • Finanzcontrolling 2011 – Liquidität vor langfristiger Planung
PROJEKTE UND PROFILE
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